Bei diesem eleganten Modell handelt es sich um ein einmotoriges Kunstflugzeug das vom tschechoslowakischen Flugzeughersteller Zlin hergestellt wurde. Im Jahr 1975 starteten die ersten 3 Prototypen. Man feierte in den 80ern große Erfolge bei den Kunstflug-Weltmeisterschaften. Ein Tiefdecker der besonderen Art der heute noch einen besonderen Glanz ausstrahlt.
Das Modell ist bereits aufgebaut und hat seinen Erstflug hinter sich.
Einige Bilder mit Tipps und
Tricks sowie erste Erfahrungen nach dem Erstflug werden noch
veröffentlicht.
Technische Daten:
* Spannweite: 1.650 mm
* Abfluggewicht ca.: 2.900 g
* Fernsteuerung: 4-Kanal
* RC-Funktionen: Höhe; Seite; Quer; Motor (Elektro oder Verbrenner)
Die Zlin wird mit dem bewährten (in der Extreme Flight Extra 300 58") BL Motor Torque 4014T-570+ BL Regler Airboss 80 angetrieben. In dieser Variante ist einiges an Zugabe von Blei notwendig um den vorgeschlagenen Schwerpunkt vom Hersteller zu erreichen. Hier wollte man wohl auch dem möglichen Verbrenner gerecht werden.
Aufbau und Einbau der Komponenten:
Der Kleinteilesatz sind weitest gehend verwendbar. An einigen Stellen habe ich Teile ausgetauscht: Wie hier zum Beispiel das Spornfahrwerk und einige Teile für die Querruderanlenkung für eine direkte und spielfreie Anlenkung.
Querruder und Höhenruder werden über ein Hitec HS-5245 MG angelenkt, das Seitenruder mit Seilanlenkung über ein Hitec HS-5475 BB.
Die Drahtseile für die Seitenruderanlenkung werden von aussen mit Spannschlössern (M3 - Messing) gestrafft.
Die mitgelieferten Schaumstoffräder habe ich durch Gummibereifung mit Alufelge ersetzt.
Wahlweise auf der linken oder rechten Seite ist eine Aussparung für einen Ein- und Ausschalter der Empfangsanlage.
Rudereinstellwerte
Flugphase
Normal
Landung
Akrobatik
Quer
+/- 20 mm
+ 4 mm
+/- 38 mm, Expo 70%
Seite
Max
Max
Max, Expo 30%
Höhe
+35/-35
Max, Expo 60%
+/- 55 mm, Expo 60%
+ = Ruder nach oben
- = Ruder nach unten
Erstflug
Das Wetter für den Erstflug könnte nicht besser sein. Kaum Wind und die Sonne kann sich durch die Wolken drücken. Leider etwas kalt - allerdings typisch für einen Wintermonat.
Leider hatte ich nicht mehr genug Blei, so war klar, dass die Zlin etwas Schwanzlastig in die Luft geht; allerdings im erträglichen Rahmen. Nach wenigen Metern stellte die Zlin das Heck nach oben. Mit ein wenig Höhenzugabe stieg die Zlin in ihr Element. Auffällig das zickige Höhenruder durch fehlendes Blei in der Nase - der Rückenflug bestätigte dies noch mal. Grundsätzlich machte die Zlin aber schonmal eine gute Figur und ging gut durch den Messerflug sowie andere Figuren.
Die Zlin ist optisch und fliegerisch ein sehr schönes Modell. Nach weiteren Einstellflügen wird sie sicher viel Freude bereiten und hoffentlich viele Flüge erleben. Die alltagstauglichkeit wird das Modell noch unter Beweis stellen müssen, sehe dieser Sache aber optimistisch entgegen.