Irgendwie hat sich alles so ergeben... ein Warbird mit Einziehfahrwerk schwebte mir schon lange vor. 2 Kollegen aus unserem Verein haben mir die Entscheidung dann einfacher gemacht und mich zu diesem Schritt getrieben ;)
Auf jeden Fall muss es Elektroantrieb sein, damit meine vorhanden Kokam-Lipos weiterhin zum Einsatz kommen.
Meine Wahl ist auf die neue Focke Wulf 190 von Kyosho gefallen. Ich denke das Modell ist für den Einstieg in die Warbirdszene garnicht so schlecht. Gutmütiges Flugverhalten wird ihr nachgesagt. Aber kommen wir erst mal zu den...
Technische Daten:
* Spannweite: 1.420 mm
* Rumpflänge: 1.120 mm
* Tragflächeninhalt: 34 dm²
* Abfluggewicht ca.: 2.650 g
* Fernsteuerung: 4-Kanal
* RC-Funktionen: Höhe; Seite; Quer; Motor; Einziehfahrwerk
Einziehfahrwerk:
Mit dem mitgelieferten Einziehfahrwerk kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Als brauchbaren Ersatz hatte ich das Graupner Einziehfahrwerk bestellt. Der leichtgängige Klappmechanismus zeigt, dass meine
Entscheidung richtig war. Es ist solide aufgebaut und mit einem 4,5mm
Federstahl bestückt.
Wer hätte gedacht, dass ich beim großen "C" mal etwas finde...
Von Reely (Nr.233114) habe ich Luftreifen mit Alufelgen in der Größe
64mm gefunden (das letzte Pack). Damit das Rad auf die Radachse von 4,5mm passt, kam eine Reibahle zum Einsatz.
So sieht das Fahrwerk mit montiertem Rad aus.
PS: Die Tage habe ich Kavan Luftreifen (Kunststofffelge) mit der
Reibahle aufgebohrt - funktioniert auch super und leichtgängig auf der
Achse. Insgesamt spare ich damit 20g. Jetzt habe ich die Qual der Wahl
Teilesatz:
* Graupner Einziehfahrwerk (Best-Nr. 181)
* KAVAN Reifen Superlight 62mm 1 Paar (Best. 0100)
* Reely Reifen mit Alufelge (Nr.233114)
Das "alte" Fahrwerk wurde erstmal ausgebaut und die Bohrlöcher mit Zahnstocher gefüttert und dünnflüssigem Sekundenkleber fixiert.
Das Graupner Einziehfahrwerk passt auf Anhieb gut in die vorhandene Aufnahme. Ein paar Kleinigkeiten sind noch anzupassen.
Die Aussparung für die Fahrwerkfeder wurde mit einem Dremel (Schleifaufsatz) erweitert und danach die Verkleidung angepasst.
Kurzer Funktionstest...
TIPP: Das weiße Drehkreuz hat einen maximalen Lochabstand von 20mm und führt zu Problemen! Das rote Drehkreuz hat einen Lochabstand von 24mm. Damit werden die Gestänge optimal angelenkt und jeweils im ein oder ausgefahrenen Zustand wird das Fahrgestell verriegelt.
Tragfläche
Die Querruder werden mit Hitec HS-225 MG angelenkt. Für die Servoaufnahme werden zwei Holzklötzchen mit Epoxy eingeklebt. Eine bewährte und stabile Methode.
Die Ruderärme werden mit zwei Schrauben und einer Gegenplatte befestigt. Zur Sicherheit habe ich diese mit M2 Stoppmuttern gekontert.
Das Servobrett für das Einziehfahrwerk wird mit Epoxy eingeklebt und danach ein Hitec HS-75 BB montiert. Es handelt sich hierbei um ein spezielles Servo mit Endabschaltung.
Das Hitec HS-475 HB steuert die Wölbklappen an.
Leitwerk
Nun wird das Höhenleitwerk ausgerichtet und mit Epoxy verklebt.
Pilot
Zwischendurch kümmere ich mich um das Cockpit.
Anlenkung Leitwerk
Das Höhen- und Seitenruder wird mit dem Hitec HS-475 HB (Carbonite-Getriebe) angelenkt - spielfrei. Das Spornfahrwerk ist mit dem Seitenruder verbunden.
Motorspant
Der mitgelieferte Motorspant ist clever konstruiert und ermöglicht eine Vielzahl von Motoren ohne Sonderkonstruktionen.
Als Antrieb dient ein Kontronik KoraTOP 20-14W mit Jazz 80-6-18 - ein echtes Kraftpaket.
TIPP: Motorhaube anpassen
Ein kleiner Tipp für die Anpassung der Motorhaube. Mit einem Malerband mit eine Länge von z.B. 50mm angezeichnet. Dort wird der Punkt für die Bohrung markiert und der Ausgangspunkt .
Jetzt die Motorhaube aufziehen, ausrichten und fixieren. Vom Ausgangspunkt nun mit einem Lineal 50mm messen und die Bohrung erledigen.
Rollout und Maiden
Jetzt kann es endlich zum Rollout gehen. Ein imposanter Eindruck...
Wie bestellt lagen heute die 3-Blatt im Briefkasten. Also Spinner
anpassen und drauf mit den Blättern. Ich habe erstmal die 13" mit
Steigung 7 gewählt. Rein Rechnerisch dürfte ich bei ca. 650 Watt
Eingangsleistung entstehen. Alternativ liegen hier noch 14", bei
Steigung 8 wären dies ca. 880 Watt Eingangsleistung. Der Schwerpunkt
liegt bei 110mm ab Nasenleiste.
Nun denn, ab auf den Platz und langsame Gas geben - merken wo der
Schalter für das Fahrwerk ist. Nach wenigen Metern hebt die FW ab und
es gibt erstmal einen Rodeo-Ritt. Das Höhenruder reagiert vom
allerfeinsten und macht die ersten Runden spannend. Nach ein paar
Runden klappte die Landung.
Für den 2.Flug habe ich 50 % Expo auf das Höhenruder programmiert. Ein
schöner Start mit langem Rollen auf zwei Beinen und ab in die Lüfte.
Sieht schon mal besser aus und lässt sich feinfühliger Fliegen. Auch
die zweite Landung klappt bestens.
Die Landeklappen werde ich Morgen noch mal testen und einstellen.
Messdaten
Hier die Messdaten vom Erstflug
Erfahrungswerte
Der Fahrwerksumbau hat sich gelohnt - funktioniert bestens. Den Schwerpunkt kann man ohne weiteres aus der Anleitung übernehmen. Dieser hat sich als gut fliegbar erwiesen. Die Landeklappen fahre ich zur Landung oder für langsame Überflüge bis Anschlag aus. Die Wirkung der Landeklappen ist spürbar. Mit ausgefahren Landeklappen und Fahrwerk muss man auf jeden Fall auf Schleppgas achten. Ansonsten geht es zu schnell herunter oder in den Strömungsabriss (kommt sehr spät). Trotzdem ist die Focke Wulf noch gut beherschbar und ein "gutmütiger" Warbird. Trotzdem will ein solches Modell geflogen werden und ist nicht für "Anfänger" geeignet. Fortgeschrittene werden damit viel Spaß haben.
Ich habe mein Lieblingsmodell gefunden. Selbst bei klirrender Kälte fliege ich mit diesem Modell - soviel Spaß habe ich damit.
Video (unter anderem mit meiner FW 190 von Kyosho):
Impressionen
Vielen Dank für die tollen Aufnahmen an den Fotograf Markus Rottländer
Habe mir auch die Fokkewulf zugelegt mit folgender Konfiguration. Hintergrund dazu: da ich momentan nur 3s Lipo´s habe, sprich diese in "Reihe" oder "Parallel" schalten kann, kommt aus meiner Sicht kein größerer Motor in Frage.
Jetzt zu meiner Frage: Reicht die Performance aus? Ich möchte mit der Maschine "Scale" fliegen und kein Geschwindigkeitsrekorde ausfstellen. Sie sollte ausreichend Schub entwicklen und einiger Maßen annehmbare Flugzeiten (> 6 Min.) mit sich bringen.
Aktuelle Konfiguration:
Gewicht: rund 2.750 Gramm Motor: Scorpion HK-3026 V2 10-Turn 1000Kv Regler: Turnigy 60A Lipo: 2 x 3s mit 2.100, 2800mAh (25C - 35c) Propeller: 13x6.5
Geschrieben von: Philip (Gast ) am 26-11-2009 16:50
Hi ich bins nochmal. Hab noch zwei Fragen ;) 1. Was für einen Antriebsakku verwendest du?(Also auch Marke und Typ) 2. Was für einen Empfängerakku verwendest du?
Geschrieben von: Philip (Gast ) am 19-11-2009 17:53
hi, hab auch ein paar Fragen zum Prop nämlich: Wie lang sind deine Prop Blätter Wie hast du sie eingestellt? Und hast du eine normale oder lange Stahl-Spannzange?
Konfiguration
Geschrieben von: Marc (Gast) am 24-07-2010 15:24