Den Gedanken dieses schöne Modell zu besitzen habe ich
schon lange gehegt. Ich habe mich für die Farbvariante Gelb/Schwarz
entschieden. Nach dem Öffnen des Kartons und der Sichtung aller Teile
kann ich sagen, die Entscheidung war richtig. Der ARF-Bausatz ist von sehr guter Qualität. Das Modell gibt es auch in den Farben Rot/Weiss und Rot/Schwarz.
Technische Daten:
Spannweite: 1000 mm
Rumpflänge: 760 mm
Fluggewicht: ca. 820 - 920 g (Herstellerangabe)
Motor: E-Brushless, Lipo-Akku, oder 2,5ccm Verbrenner
Flächenbelastung (FAI) ab: ca. 19 g/dm²
RC-Funktionen: Seiten-, Höhen-, Querruder u. Motor
Teil 1: Die Verpackung mit Inhalt
Alle Teile sind sehr gut verpackt und gesichert. Hier sieht man die erste Ebene mit den Tragflaechen und Leitwerk:
Die zweite Ebene mit Rumpf und Kleinteilen:
Das erste Zusammenfügen der größeren Teile, macht Lust auf mehr! Die
Folie muss an einigen Stellen nachgebügelt werden - aufgrund der
Temperaturschwankungen während des Transportes von Übersee.
Die Baubeschreibung besteht größtenteils aus Bildern und setzt sich aus zwei Seiten zusammen.
Teil 2: Servotest
Die Servos sind eingetroffen und werden erstmal vor dem Einsatz auf
Funktion getestet. Die Hitec HS-65 HB arbeiten einwandfrei und können
zum Einsatz kommen.
Teil 3: Vorbereitung Leitwerk
Die Ruderhörner werden an das Höhenruder und Seitenruder montiert.
Teil 4: Tragflächen
In die Tragflächen wurde ein Faden für den bequemen Durchzug der
Servoverlängerungen gelegt. Eine tolle Sache, mit der die
Verlängerungen innerhalb kürzester Zeit verlegt sind. Für den Einbau
der Servos mußte ich am Holz noch ein wenig feilen. Jetzt passen die
Servos wie angegossen in den Schacht. Die Anlenkungsteile gefallen mir
sehr gut. Perfekt!
Teil 5: Gefedertes Fahrwerk
Das Fahrwerk ist wirklich eine Augenweide und macht so richtig Lust
auf Start und Landung. Für den Zusammenbau muss man sich Zeit nehmen
und lieber 2-3 Mal auf den Plan schauen. Das Ergebnis ist wunderschön
anzusehen.
Teil 6: Das Spornfahrwerk montieren
Das Spornfahrwerk wird über das Seitenruder angesteuert und am Rumpf fixiert.
Teil 7: Leitwerk mit dem Rumpf verkleben
Das Leitwerk wird mit Epoxy (UHU plus Endfest 300) verklebt. Die
Passgenauigkeit und Qualität der Bauteile beeindruckt mich immer
wieder.
Teil 8: Motorspant
Der Motorspant wird mit 4 Schrauben und Muttern am Rumpf befestigt -
die Art der Befestigung macht einen sehr soliden und robusten Eindruck.
Zu meiner Freude passen die Bohrungen exakt zu meinem AXI 2814/16 -
perfekt.
Teil 9: Montage der Windschutzhaube
Die Windschutzhaube ist schnell montiert - mit Hilfe von 3 Schrauben.
Teil 10: Halbzeit
So... an den Tragflächen müssen noch die Radschuhe befestigt werden
- das werde ich bei Gelegenheit in aller Ruhe ausrichten. Der Rumpf
sieht auch schon mal gut aus. Wenn man die Folgearbeit sieht, dann
dürfte es ungefähr Halbzeit sein. Der Zusammenbau von diesem ARF-Modell
macht unheimlich viel Spaß, die Qualität und Passform der Bauteile ist
überragend. Leider fehlt noch der AXI 2814/16... Zwangspause!
Teil 11: Die Radschuhe montieren
Viel Zeit und Geduld kostet die Ausrichtung und Montage der
Radschuhe. Aber die ganze Mühe und Sorgfalt wird durch das schöne
Ergebnis entlohnt.
Teil 12: Anpassung Motorspant und anderer Motor
Mit dem Axi 2814/16 gibt es Probleme. Die Motorhaube lässt sich nicht einwandfrei montieren! Der Axi 2217/12 sollte passen!
Nach Montage des Axi 2217/12 habe ich festgestellt dass der Motor weiter nach vorne muss. Mit meinem Dremel habe ich einen passenden GFK-Motorspant hergestellt. Der Motorspant wird dadurch um 2mm verlängert.
Teil 13: Erneut Anpassung Motorspant
16.12.2007: Es fehlen immer noch ein paar Millimeter nach vorne. Um dies zu lösen nehme ich Gummi von Servohalterungen. Als positiver Nebeneffekt werden Schwingungen besser aufgenommen. Ausserdem lässt sich dadurch gut Sturz und Seitenzug einstellen. Die Gummis liegen zwischen dem original Motorspant und dem selbst hergestellten Motorspant aus GFK.
Teil 14: Fixierung und Montage der Motorhaube
Die Motorhaube wird mit 5 Schrauben gesichert. Mit einem manuellen Handbohrer habe ich die Aufnahmelöcher gebohrt.
Teil 15: Feinheiten
Äußerlich habe ich heute ein paar Feinheiten erledigt. Das Heckleitwerk wurde beklebt und die Streben mit Rumpf und Fläche verbunden.
Teil 16: Anlenkung Seiten- und Höhenruder
Das Servobrett musste in meinem Fall für die Servos noch etwas angepasst werden. Mit den Schlüsselfeilen war dies schnell erledigt.
Das Seitenruder hatte zuviel Spiel. Deshalb habe ich mit dem Dremel ein weiteres Aufnahmeloch gebohrt. Jetzt passt die Sache.
Die Seilanlenkung für das Seitenruder war die größte Fummelei. Aber letztendlich hat es dann doch geklappt. Auf den Zügen ist genug Spannung.
Die Spannzunge habe ich am Seitenruder befestigt. Innen wäre es optisch schöner gewesen - aber so kann ich kleine Einstellungen schnell von außen erledigen.
Teil 17: Der Pilot
15.01.2008: Mein neuer Pilot - danke für den Tipp, an den Gastflieger vom letzten Samstag.
Teil 18: Der Erstflug
Nach Einbau von Akku und Empfänger steht dem Erstflug nichts mehr im Weg. Als Akku verwende ich einen Kokam 3S 2100 H5.
Der Schwerpunkt wurde bei 60mm ausgehend vom vorderen Nasenflügel eingestellt. Unter dem Höhenleitwerk mußte ich 20 g Gewicht anbringen.
Das Abfluggewicht beträgt 1047 g.
Das Wetter ist für einen Erstflug fast perfekt. Sonne pur, aber leider Seitenwind und das nicht zu wenig. Trotzdem geht es an den Start! Der Antrieb hat genügend Power. Das Modell hebt bei Halbgas nach wenigen Metern ab. Während des gesamten Fluges mußte ich mit maximal Halbgas fliegen und das Modell hatte mächtig gut Fahrt dabei.
Letztes Update : 14-01-2009 23:54
Editorkommentar
Traumhaft!
Die Gee Bee Y ist wirklich ein Traum. Aufgrund der hohen Grundgeschwindigkeit (Strömungsabriss) nicht für Anfänger geeignet. Zur Landung muss man ebenfalls etwas schneller hereinkommen. Ansonsten ein Genuss in der Luft und auf dem Boden. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Wahl und hoffe auf viele schöne Flugstunden.
Geschrieben von: Jens Grabe (Gast ) am 01-03-2011 17:40
Hallo Marcus,
vielen Dank für die schnelle Antwort! Die einfachsten Ideen sind manchmal doch die genialsten... Ich hätte vielleicht auch noch einen Tipp: Wenn Du noch etwas Gewicht einsparen willst kannst Du den Lipo senkrecht im Rumpf,also stehend unterbringen. Ich habe dazu den vorderen Bereich des Akkufachs der Stärke und Breite des Lipos entsprechen ausgefräst. So dass man ihn bei montierten Fläche direkt durch die untere Öffnung austauschen kann. Falls Du genaueres dazu wissen möchtest gib mir Deine Mailadresse, dann sende ich Dir einige Bilder zu. Meine Gee Bee wiegt nun 980 gr. mit einem 3S/2200. Der Treibling wiegt bei mir 70 gr.
Geschrieben von: Jens Grabe (Gast ) am 28-02-2011 20:32
Hallo Marcus, Danke für den tollen Baubericht.Das macht das Bauen auch für nicht versierte zum reinen Vergnügen! Er ist/ war aber auch der Grund warum nun auf unserem Platz ebenfalls eine Gee Bee ihre Runden dreht...allerdings in rot-weiss. Meine ist etwas langsamer,aber auch leichter- kann fast zur Landung reinkriechen. Bin aber noch auf der Suche nach ´ner witzigen Pilotenpuppe. Deine gefällt mir sehr gut. Offenbarst Du uns wo es diese oder ähnliche gibt? Mit freundlichem Fliegergruß,
DANKE!
Geschrieben von: Jens Grabe (Gast) am 01-03-2011 17:40