Was macht man(n), wenn es an einem Projekt schleppend voran geht (ich warte leider auf Teile für meinen neuen Schlepper)... ich blätter in meinen Modellbauzeitschriften. Und siehe da, mir springt die neue P47 Thunderbolt von Parkzone ins Auge. Also begab ich mich gleich ins WWW und informierte mich zu diesem Modell. Jetzt wurde es erst so richtig interessant - das Modell ist für ein passendes elektrisches Einziehfahrwerk vorbereitet! Damit war die Sache klar, das Modell wird bei meinem Händler des Vertrauens bestellt. RCHobbyshop.de zauberte mal wieder eine Blitzlieferung - am Folgetag wurde bereits geliefert.
Technische Daten:
Spannweite: 1070mm
Länge: 940mm
Funktionen: Quer-, Seiten-, Höhenruder, Landeklappen (optional), elektrisches Einziehfahrwerk (optional), Motor
Antrieb: Brushless, 3S1P 1800 bis 2100mAh, 11,1V
Material: EPP Schaum
Abfluggewicht: 1130g aufwärts (je nach Ausstattung)
Gut verpackt...
kommt die P-47 Thunderbolt beim Endkunden an. Selbst um den Transport und die damit notwendige Verpackung macht man sich offensichtlich viel Gedanken.
Dank der guten Verpackung sind alle Teile unbeschädigt angekommen. Ein Bauteil ist leider nicht in Ordnung, damit lässt sich aber leben, dazu später mehr. Werfen wir erst mal einen neugierigen Blick auf die einzelnen Teile...
Der Antrieb
Grundsätzlich prüfe ich immer das Antriebsset auf mögliche Beschädigungen und ordnungsgemäße Montage. Dafür muss erst mal der Propeller demontiert werden. Ich frage mich immer wieder, warum man den Spinner mit solch einer Gewalt auf den Mitnehmer montieren muss. Letzendlich habe ich es dann doch geschafft...
Der Motor ist der selbige aus der PZ Extra 300 und Stinson Reliant SR-10.
Bei dieser Arbeit ist mir aufgefallen, dass die Haube eine Beschädigung hat. Der Riss wurde mit Pattex Repair Extreme geflickt. Mit dieser Sache kann ich leben. Zudem ist ein Rad unwucht - sollte aber trotzdem kein Hinderniss sein. Mehr gibt es aber bisher nicht zu meckern...
Nach dieser kleinen Reparatur wurde der Regler ausgebaut und das bevorzugte Stecksystem (4mm Goldkontakte) angelötet. Danach wurden alle Teile wieder montiert.
Erwähnenswert ist noch, dass man der Farbe offensichtlich ausreichend Zeit zum Trocknen gelassen hat, denn die Haube war nicht am Rumpf verklebt.
Optionales Einziehfahrwerk und Landeklappen
Nun geht es an den Einbau des elektrischen Einziehfahrwerks (E-flite EFLG100) und der Servos (PKZ1081) für die Landeklappen. Man sieht auf den folgenden Bildern das Fahrwerksmodul. Von Werk aus ist das Modell für das mitgelieferte starre Einziehfahrwerk vorbereitet.
Nach dem Entfernen der 4 Schrauben kann man das elektrische Einziehfahrwerk problemlos einsetzen. Das Fahrwerksgestänge muss noch passend abgelängt werden. Dies habe ich später mit meinem Dremel passend gekürzt und den Fahrwerksdraht an der Trennstelle entgratet.
Mit einer scharfen Klinge habe ich die Landeklappen freigelegt. Das Material lässt sich gut schneiden. In den vorbereiteten Kabelkanälen ist ausreichend Platz für die Servokabel.
Das Leitwerk
Auch sehr gut gelöst finde ich das Leitwerk. Ich denke auf den Bildern kann man das Prinzip gut erkennen. Ich finde, eine tolle Sache. Das Ganze wird wie üblich mit Tesafilm gesichert.
Unterbodenschutz
Nein, nicht wie bei der Autowäsche! Hier geht es einfacher und ist langlebiger... zwei beiliegende transparente Kunststoffteile schützen den Rumpf bei Landungen ohne Fahrwerk.
Endspurt
Oft unterschätzt wird noch mal der Aufwand für die Einstellung der Ruderwerte bzw. die Programmierung des Senders. Damit hier auch alles seine Richtigkeit hat, nehme ich mir für diese Sache immer viel Zeit und Ruhe. Jeder Fehler kann einen entscheidenden Einfluss auf den gewünschten Erfolg beim Erstflug haben...
Warteschleife...
Nach getaner Arbeit wartet nun meine P-47 Thunderbolt auf Ihren Erstflug. Dafür braucht es aber erst mal gute Wetterbedingungen und vor allem Zeit...
Das 3-Blatt ist nur für die Fotogalerie - 4-Blatt wäre natürlich optimal gewesen. Der Erstflug findet mir der beiliegenden 2-Blatt statt.
Bilder vor dem Erstflug, man weiß ja nie...
Video vom Erstflug:
"Wie unspektakulär ein Erstflug sein kann...", dachte ich mir nach dem Start. Das Modell fliegt mit den vorgesehenen Komponenten sehr gut und hat ausreichend Power für den Start. Mit den Herstellerangaben macht man auf jeden Fall nichts falsch, damit kann man beruhigt an den Start gehen. In Sicherheitshöhe habe ich die Funktion der Landeklappen getestet. Hier verhält sich das Modell wie gewünscht - kein Aufbäumen. Insgesamt fliegt sich das Modell erstaunlich erwachsen. Besondern viel Freude bereiten langsame Vorbeiflüge mit halb gesetzten Klappen. Die Landeklappen haben eine sehr gute Wirkung, die Wirkung der Querruder ist auch mit voll gesetzten Landeklappen noch gut. Aber seht selbst...
Geschrieben von: Thomas (Gast ) am 13-05-2011 08:38
Hallo Marcus,
Danke für diesen tollen Bericht!!! Das ist eine wirklich schöne Maschine. Dein Bericht mit den tollen Bildern, das Zusammenfassen der wichtigsten Fragen und das genial geflogene Video sind genau DAS, was man für eine Kaufentscheidung benötigt.
Geschrieben von: Roman (Gast ) am 10-01-2011 13:34
Wie ich sehe, hast Du den Dreiblatt-Prop der Corsair montiert. Hab ich auch überlegt, da der Zweiblatt das einzige optische Ärgerniss an diesem schönen Warbird ist. Da aber der Motor der Corsair fast 1000U/V macht und der in der P 47 nur knapp 800, hab ich`s sein gelassen. Noch dazu wiegt die P47 mit 1200 Gramm ja erheblich mehr als die Corsair. Meinst das geht trotzdem? Gruß Roman
Fahrwerk
Geschrieben von: Sascha (Gast) am 19-05-2011 17:05